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Stabparkett abschleifen

So erstrahlt Ihr Parkett in neuem Glanz

Stabparkett ist – wie jeder Bodenbelag aus Holz – robust und langlebig. Völlig klar, dass während der langen Lebensdauer auch bei größter Sorgfalt einiges an Gebrauchsspuren zusammenkommt. Die unvermeidlichen Kratzer, Dellen und Flecken mögen auf einige durchaus attraktiv wirken, weil sie dem Holzboden noch mehr Ausdrucksstärke und Charakter verleihen. Die meisten werden sich jedoch irgendwann wünschen, ihr abgenutztes Stabparkett würde wieder aussehen wie frisch verlegt. Genau dann ist der Zeitpunkt gekommen, über eine Renovierung nachzudenken. Denn im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen kann die Oberfläche des Stabparketts komplett abgeschliffen und neu versiegelt werden. Bei korrekter Ausführung wirkt das Stabparkett dann tatsächlich wieder wie am ersten Tag. Ob und wie Sie das in Eigenregie bewerkstelligen und worauf es besonders zu achten gilt, verraten wir Ihnen im folgenden Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Stabparkett abschleifen – Material und Werkzeug
  2. Die Renovierung des Stabparketts vorbereiten
  3. Stabparkett abschleifen: Der Grobschliff
  4. Stabparkett abschleifen: Der Zwischenschliff
  5. Stabparkett abschleifen: Der Feinschliff
  6. Oberflächenbehandlung mit Öl oder Lack
  7. DIY vs. Fachmann: Wie viel kostet ein Profi?
  8. Diese Punkte sollten Sie beim Renovieren unbedingt beachten
    8.1 Immer gegenüber der Tür beginnen!
    8.2 Zwischenschliff nicht vergessen!
    8.3 Alten Lack komplett entfernen!
  9. Fazit: Manchmal muss man abgeben

1. Stabparkett abschleifen – Material und Werkzeug

Wenn Sie erst einmal mit der Renovierung begonnen haben, gibt es genug Punkte, auf die Sie achten müssen. Machen Sie es sich deshalb nicht auch noch dadurch kompliziert, dass Ihnen notwendiges Werkzeug oder Material fehlt. Orientieren Sie sich an folgender Liste und beginnen Sie erst, wenn alle Geräte und Utensilien besorgt sind.

Benötigtes Werkzeug & Arbeitshilfen:

  • Bodenschleifmaschine
  • Eckschleifmaschine
  • Schleifpapier mit verschiedenen Körnungen
  • Farbrolle mit Verlängerungsstange
  • Kleiner Pinsel
  • Staubsauger und Besen
  • Nebelfeuchtes, fusselfreies Tuch
  • Schutzkleidung wie Brille, Maske, Handschuhe, Überschuhe, Gehörschutz

Benötigtes Material:

  • Grundierung
  • Parkettlack oder -öl
  • Fugenkitt oder Filler

2. Die Renovierung des Stabparketts vorbereiten

Vor der Renovierung gilt: Alles muss raus! Das Stabparkett muss völlig freigeräumt und sauber sein, damit es abgeschliffen werden kann. Sämtliche Möbelstücke, Teppiche, Regale und Vorhänge müssen deshalb entfernt werden. Auch die Sockelleisten gehören, falls möglich, demontiert. Einbauschränke oder andere Einrichtungsgegenstände, die nicht ausgeräumt werden können, sollten so gut wie möglich abgedeckt werden. Ist der Raum leer, erfolgt die sorgfältige Reinigung des Parkettbodens mit Besen und Staubsauger.

3. Stabparkett abschleifen: Der Grobschliff

Das Abschleifen beginnt mit dem Grobschliff der Oberfläche. Dazu wird eine Tellerschleifmaschine und ein Schleifpapier mit besonders geringer Körnung verwendet (z. B. Körnung 40). Oberflächliche Kratzer, Verschmutzungen sowie die vorherige Lack- oder Ölschicht werden damit beseitigt. Wer bisher noch nie eine Schleifmaschine geführt hat, sollte sehr vorsichtig starten – am besten an einer nicht allzu auffälligen Stelle. Denn bei ungeübten Händen können sehr schnell Unebenheiten entstehen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie immer nur quer zur Maserung schleifen und entleeren Sie regelmäßig den Staubbeutel. Nach diesem ersten Durchgang muss das Stabparkett mit dem Staubsauger gründlich gereinigt werden.

4. Stabparkett abschleifen: Der Zwischenschliff

Für den Zwischenschliff wird die Körnung des Schleifpapiers größer (z. B Körnung 60), der Schliff selbst wird immer feiner. Wie oft dieser Zwischenschliff wiederholt werden muss, entscheidet der Grad der Beschädigungen am Stabparkett. Je tiefer die Kratzer und Verfärbungen, umso häufiger muss geschliffen werden. Die Schleifrichtung erfolgt dabei wieder quer zur Maserung. Für schwer zugängliche Bereiche wie Ecken oder unter Heizkörpern wechseln Sie von der Tellerschleifmaschine zur Eckschleifmaschine oder schleifen mit der Hand. Jeder Durchgang des Zwischenschliffs zieht eine weitere Reinigung mit dem Staubsauger nach sich, um jeglichen Holzstaub sofort zu entfernen.

5. Stabparkett abschleifen: Der Feinschliff

Existieren auch nach dem Zwischenschliff noch kleinere Macken im Parkett, können diese mit einem handelsüblichen Holzreparatur-Set oder mit Holzkitt repariert werden. Den Holzkitt können Sie selbst herstellen, indem Sie Kitt und Schleifstaub mischen. Der Feinschliff mit Schleifpapier der Körnung 120 sorgt anschließend dafür, dass die Oberfläche glatt wird. Es ist der letzte Schleif-Durchgang. Die abschließende Reinigung mit dem Staubsauger muss daher besonders gründlich sein, damit im nächsten Schritt kein Holzstaub in der Oberflächenbehandlung verewigt wird.

6. Oberflächenbehandlung mit Öl oder Lack

Die abgeschliffene Oberfläche des Stabparketts kann entweder mit Lack oder mit Öl behandelt werden. Beides hat verschiedene Vor- und Nachteile. Die Lackschicht bildet einen sehr effektiven, undurchlässigen Schutzfilm gegen Schmutz und Flüssigkeiten, unterbindet allerdings die Atmungsaktivität des Holzes. Öl dringt tief in die Holzporen ein, kann aber nur bedingt vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen. Dafür bleibt die Atmungsaktivität samt positiver Auswirkungen auf das Raumklima erhalten.

Stabparkett mit Lack versiegeln: Für eine Lackversiegelung muss das Stabparkett zunächst grundiert werden. Danach erfolgt der Auftrag der ersten Lackschicht mit anschließender Trocknungsphase. Bevor die zweite Lackschicht an der Reihe ist, muss der Parkettboden angeschliffen werden. Dann muss der Lack wieder trocknen, um gegebenenfalls noch einen weiteren Anschliff und eine dritte Lackschicht zu erhalten. Ist die Oberflächenbehandlung abgeschlossen, benötigt das Stabparkett noch einmal ausreichend Zeit, um vollständig zu trocknen. Rechnen Sie drei bis vier Tage Zeit ein, bevor Sie alle Möbelstücke wieder zurück in den Raum räumen und die Sockelleisten montieren. Mit Teppichen sollten Sie noch länger warten – am besten bis zu 14 Tage.

Stabparkett mit Öl behandeln: Der Auftrag mit Öl erfolgt ebenfalls mehrfach. Doch egal, wie häufig Sie die Behandlung wiederholen, die Holzporen werden bei einem Ölauftrag immer offenbleiben. Sie können jedoch eine finale Wachsschicht auftragen, die einen etwas besseren Schutz bietet als nur das Öl. Wichtig zu wissen ist, dass der Schutz bei Ölbehandlung im Laufe der Zeit nachlässt und deshalb regelmäßig wiederholt werden muss. Spätestens nach drei Jahren ist eine Nachbehandlung fällig. Positiv ist jedoch, dass kleinere Schäden bei geölten Parkettböden lokal abgeschliffen und neu geölt werden können. Dies ist bei einer Lackbehandlung nicht möglich.

7. DIY vs. Fachmann: Wie viel kostet ein Profi?

Auch wenn Sie nun theoretisch wissen, wie die Renovierung von Stabparkett vonstatten geht und worauf besonders zu achten ist, haben Sie bisher möglicherweise keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet. Trauen Sie sich die Arbeiten trotzdem zu? Haben Sie Zweifel an Ihren Fähigkeiten, sollten Sie darüber nachdenken, eventuell einen Fachmann zu beauftragen. Zu viel kann schiefgehen und Ihr schönes Stabparkett irreparabel schädigen. Aber auf der anderen Seite: Kostet ein Profi nicht viel zu viel Geld? Um diese berechtigten Fragen etwas besser für sich klären zu können, haben wir in einer Tabelle übersichtlich für Sie aufgelistet, welche Kosten sowohl für den Fachmann als auch in Eigenregeie ungefähr auf Sie zukommen. Die Preise beziehen sich auf eine Bodenfläche von 25 m² und sind am oberen Ende der Preisspanne angesiedelt.

 Lackversiegelung vom FachmannÖlbehandlung vom FachmannLackversiegelung in EigenregieÖlbehandlung in Eigenregie
Material75 €25 €75 €25 €
 De-/Montage Sockelleisten100 €100€
Abschleifen900 €800 €320 €160 €
Oberflächenbehandlung400 €250 €
Anfahrt80 €80 €
Gesamtkosten1.555 €1.075 €395 €185 €

 

Zur Tabelle noch einige Hinweise: Die Materialkosten sind natürlich identisch, egal wer die Arbeiten ausführt. Die (De-)Montage der Sockelleisten, das Abschleifen und die Oberflächenbehandlung wird vom Handwerker pro Meter verrechnet. Ein Heimwerker zahlt dagegen nur die Mietkosten für die Schleifmaschinen, die im Fall der Lackversiegelung höher sind, weil mehrere Durchgänge nötig sind. Dadurch müssen für die Arbeiten zwei Tage eingeplant.

8. Diese Punkte sollten Sie unbedingt beachten

Fehlende Erfahrung lässt sich nicht in jedem Fall kompensieren, aber wenn Sie zumindest wissen, welche Probleme auf Sie zukommen können, steigt die Chance, dass Sie diese erfolgreich umgehen können – wie zum Beispiel diese drei Punkte:

8.1 Immer gegenüber der Tür beginnen!

Beim Auftragen der Lackschicht ist es – anders als bei Wandfarbe – innerhalb kürzester Zeit nicht mehr möglich, noch einmal über eine bereits lackierte Stelle zu streichen. Deshalb müssen Sie das Vorgehen beim Verteilen des Lacks nicht nur insgesamt gut planen, sondern auch immer an der Wand beginnen, die der Tür gegenüberliegt. Anderenfalls würden Sie sich selbst einschließen und müssten dann warten, bis der Lack getrocknet ist.

8.2 Zwischenschliff nicht vergessen!

Für Laien mag es absurd klingen, das Stabparkett zunächst mit einer Lackschicht zu versehen und sie dann quasi wieder abzuschleifen. Es gibt jedoch nach jeder Versiegelung Holzfasern, die sich wieder aufgerichtet haben und dadurch eine raue Oberfläche verursachen. Und genau diese Fasern werden mit einem Zwischenschliff beseitigt. Entsprechend wichtig ist es, die Schleifmaschine nur sehr kurz über eine Stelle zu bewegen, damit nur die Fasern, nicht aber der Lack entfernt wird. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Holzfasern Ihres Stabparketts auf den Lack reagieren, ist es hilfreich, die Versiegelung vorher an einem Stück Verschnitt auszuprobieren.

8.3 Alten Lack komplett entfernen!

Lassen Sie beim Grobschliff äußerste Sorgfalt walten und achten Sie darauf, dass alle alten Lackreste entfernt wurden. Das ist beim Abschleifen nicht immer ganz leicht zu erkennen und erfordert einige Erfahrung. Doch so wenig die Reste während des Schleifens auffallen, umso deutlicher treten sie in Erscheinung, sobald die neue Lackschicht aufgetragen wurde: Während das korrekt abgeschliffene Stabparkett die gewünschte Optik annimmt, verursachen Stellen mit alten Lackresten gelbliche Flecken.

9. Fazit: Manchmal muss man abgeben

Ja, die Renovierung Ihres Stabparketts ist eine teure Angelegenheit. Deshalb aber trotz fehlender Erfahrung um jeden Preis alles selbst erledigen zu wollen, ist auch nicht unbedingt eine gute Idee. Im schlimmsten Fall kann Unkenntnis oder gar Unvermögen zu Fehlern führen, die das Stabparkett ruinieren, was letztendlich teurer werden kann als eine Renovierung, die ein Fachbetrieb ausgeführt hat. Sie sollten deshalb gut abwägen, für welche Variante Sie sich entscheiden. Sie sind der geborene Hobby-Handwerker? Dann nichts wie ran an die Renovierung – nach umfassender Recherche und Planung, versteht sich. Oder zweifeln Sie ernsthaft daran, dass Sie der Sache gewachsen sind? Dann sollten Sie sich besser auf einen Profi Ihres Vertrauens verlassen und die Finger vom Abschleifen lassen. Sie fühlen sich weder der einen noch der anderen Gruppe zugehörig? Dann raten wir von Traumboden24 zum Kompromiss: Überlassen Sie das Abschleifen und die Versiegelung einem Fachmann und übernehmen Sie alle zusätzlichen Aufgaben wie die Montage der Sockelleisten oder die Reinigungsarbeiten selbst. So können Sie einige Profi-Arbeitsstunden einsparen, ohne auf ein perfekt abgeschliffenes Stabparkett verzichten zu müssen. Und vielleicht können Sie sich dabei sogar ein paar Tricks vom Fachmann abgucken und kommen doch noch die Erfahrung, um die nächste Renovierung komplett zu übernehmen!